Kapitelübersicht
Inhalt
1.1.4
Abwiegen und Abmessen
Factbox
- Gewicht, Body-Mass-Index (BMI) und Gewichtsverlust bleiben die wichtigsten Surrogatparameter für die Bestimmung des Ernährungszustandes.
- Patientinnen und Patienten sollen bei der Aufnahme im Zuge des Ernährungsscreenings gewogen und gemessen werden. (Artikel 1.3.2)
Warum Gewichtsbestimmung?
- Viele Patientinnen und Patienten wiegen sich nicht regelmäßig und können daher keine korrekten Angaben über ihr derzeitiges Gewicht und Gewichtsverluste geben.
- Selbstangaben sind oft inkorrekt, übergewichtige Patientinnen und Patienten neigen zu einer Unterschätzung, untergewichtige Patientinnen und Patienten zur Überschätzung des eigenen Körpergewichts.
- Genauigkeit der Gewichtsschätzung durch medizinisches oder paramedizinisches Personal betragen nur ± 20% des aktuellen Körpergewichts.
- Ohne Ausgangswerte sind Gewichtsverläufe und signifikante Gewichtsverluste im Verlauf von chronischen Erkrankungen nicht dokumentierbar.
- Das Gewicht bildet die Grundlage zur Berechnung des BMI und der Zielzufuhr von Energie bei der Ernährungstherapie.
Warum Messung der Körpergröße?
- Zwischen dem 30. und 80. Lebensjahr beträgt der kumulative Verlust an Körpergröße durchschnittlich 8cm für Frauen und 5cm für Männer. Das bedeutet eine Verminderung des BMI von ca. 2,6kg/m2 für Frauen und 1,4kg/m2 für Männer.
- Bei liegenden/bettlägerigen Patientinnen und Patienten kann die Körpergröße mittels der Ulna-Länge oder Fersen-Kniehöhe ermittelt werden:
- Literatur
Siehe Artikel 1.1.1
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